Bauendreinigung: Ablauf, Umfang und Dauer
Die Bauendreinigung ist der letzte Schritt vor der Übergabe. Sie macht einen Neubau oder Umbau bezugsfertig: Baustaub, Folien, Aufkleber und Zementschleier verschwinden, Fenster, Böden und Sanitär werden sauber. Hier lesen Sie, wie die Bauendreinigung abläuft, was dazugehört, wann sie im Bauablauf dran ist und wovon die Dauer abhängt – mit einer Checkliste zum Abhaken.
Kurz gesagt
- Die Bauendreinigung ist die Feinreinigung nach dem letzten Gewerk und vor der Übergabe. Danach ist das Objekt bezugsfertig – nicht nur besenrein.
- Dazu gehören: Folien und Aufkleber entfernen, Feinstaub von allen Flächen, Zementschleier von Fliesen, Fenster innen und außen samt Rahmen und Falzen, Sanitär, Küche, Leuchten, Schalter, Türen und Böden – auf Wunsch mit Erstpflege oder Versiegelung.
- Der richtige Zeitpunkt: erst, wenn alle Gewerke fertig sind. Wer zu früh reinigt, reinigt zweimal.
- Wie lange es dauert, hängt von Größe, Verschmutzung, Zahl der Fenster und dem gewünschten Bodenschutz ab. Nach einer Besichtigung sagen wir Ihnen, bis wann das Objekt fertig ist.
Die Stufen der Baureinigung
Baureinigung ist nicht ein einziger Durchgang, sondern mehrere Stufen, die sich nach dem Bauablauf richten:
Grobreinigung
Bauschutt, Verpackungen, Reste und Verschnitt kommen weg, die Böden werden gekehrt. Das Ergebnis heißt „besenrein“. Oft ist die Grobreinigung Teil der Zwischenreinigung.
Bau-Zwischenreinigung
Während der Bauarbeiten, meist nach staubigen Gewerken wie Trockenbau, Estrich oder Malerarbeiten. Sie hält die Baustelle sicher und sauber, und die nächsten Gewerke kommen schneller voran.
Bauendreinigung
Nach dem letzten Gewerk: Feinstaub von allen Flächen, Folien und Aufkleber ab, Zementschleier weg, Fenster, Sanitär, Küche, Leuchten, Schalter, Türen und Böden gründlich gereinigt. Danach ist das Objekt bezugsfertig.
Erstpflege und Übergabe
Auf Wunsch erhalten Böden eine Erstpflege oder Versiegelung, die sie jahrelang schützt. Zum Schluss gehen Sie die Räume ab – was noch auffällt, wird nachgearbeitet.
Mehr zur Zwischenreinigung während der Bauphase auf der Seite Baureinigung.
Checkliste: Das gehört zur Bauendreinigung
Zum Abhaken für Bauleiter, Bauträger und Bauherren – nach Bereichen geordnet.
In allen Räumen
- Schutzfolien, Abdeckungen, Klebebänder und Etiketten entfernen
- Feinstaub von Decken, Wänden, Leuchten und Lüftungsgittern
- Türen, Zargen, Griffe, Steckdosen und Schalter
- Heizkörper innen und außen, Fensterbänke
- Einbaumöbel innen und außen, Regale, Garderoben
- Böden: erst Grobschmutz, dann feucht reinigen – Belag und Pflegemittel müssen zusammenpassen
- Auf Wunsch Erstpflege oder Versiegelung der Böden
Fenster und Glas
- Scheiben innen und außen, streifenfrei
- Rahmen, Falze und Dichtungen von Staub und Mörtelresten
- Etiketten und Kleberreste von Scheiben und Rahmen
- Rollläden, Jalousien und Fensterbänke außen
- Glastüren, Glaswände, Geländer aus Glas
Sanitär
- WCs, Waschbecken, Duschen und Badewannen samt Armaturen
- Fliesen und Fugen: Zementschleier und Mörtelreste entfernen
- Spiegel, Ablagen, Halterungen
- Abflüsse und Siphons von Baustaub befreien
- Etiketten und Folien von Sanitärobjekten
Küche
- Arbeitsplatten, Spüle und Rückwand
- Schränke und Laden innen und außen
- Neue Geräte: Folien ab, innen und außen auswischen
- Dunstabzug, Fliesenspiegel
Rund ums Gebäude
- Stiegenhaus, Gänge, Aufzug, Keller und Tiefgarage
- Terrassen, Balkone und Eingangsbereich
- Technikräume und Hausanschlussraum, soweit zugänglich
- Fassade und Glasfassade – eigener Posten, auf Wunsch mit Steiger
Wann die Bauendreinigung dran ist
Die Bauendreinigung kommt nach dem letzten Gewerk und vor der Übergabe. Das klingt einfach, ist auf der Baustelle aber der häufigste Fehler:
- Zu früh: Wenn der Elektriker, der Maler oder der Bodenleger noch einmal kommen, ist danach alles wieder staubig. Dann muss ein zweites Mal gereinigt werden.
- Zu knapp: Wird die Reinigung erst am Tag vor der Übergabe beauftragt, fehlt die Zeit für Fenster, Zementschleier und Erstpflege. Böden brauchen nach der Versiegelung Zeit zum Trocknen.
Unser Rat: Nehmen Sie die Bauendreinigung schon bei der Bauplanung in den Zeitplan auf, mit ein paar Tagen Puffer vor der Übergabe. Vor dem Start sollte geklärt sein:
- Alle Gewerke sind fertig und haben die Baustelle verlassen
- Bauschutt und Verpackungsmüll sind entsorgt – oder es ist vereinbart, wer das übernimmt
- Strom und Wasser sind angeschlossen
- Zugang ist geregelt: Schlüssel, Zufahrt, Parkplatz, gegebenenfalls Steiger für die Außenseite
- Der Übergabetermin steht fest
- Bodenbeläge und gewünschte Erstpflege oder Versiegelung sind bekannt
Wovon die Dauer abhängt
Eine pauschale Dauer gibt es nicht – eine Wohnung nach dem Umbau ist etwas anderes als ein neues Bürogebäude. Diese Punkte entscheiden, wie lange die Bauendreinigung braucht:
- Größe und Zahl der Räume: Viele kleine Räume mit vielen Türen, Zargen und Schaltern brauchen mehr Zeit als wenige große.
- Verschmutzungsgrad: Estrich- und Fliesenstaub, Zementschleier und Kleberreste kosten mehr Zeit als normaler Baustaub.
- Fenster: Anzahl, Größe und Erreichbarkeit – vor allem die Außenseite in höheren Stockwerken.
- Zustand vor Beginn: Sind Folien und grober Schmutz schon weg, geht es schneller.
- Erstpflege und Versiegelung: Sie brauchen Trockenzeiten, in denen der Boden nicht betreten werden darf.
- Teamgröße: Mit mehreren Mitarbeitern parallel ist das Objekt schneller fertig – wenn der Termin drängt, planen wir so.
Nach einer Besichtigung sagen wir Ihnen, wie lange wir brauchen und bis wann das Objekt bezugsfertig ist. Muss es zu einem festen Termin stehen, sprechen Sie uns früh an – dann haben Sie Planungssicherheit.
Wovon der Preis abhängt
Auch für die Bauendreinigung gibt es keinen Preis pro Quadratmeter von der Stange. Den Preis bestimmen:
- Größe des Objekts und Zahl der Räume
- Verschmutzungsgrad durch die Bauarbeiten
- Fenster- und Glasflächen, Fassade, Zugänglichkeit – etwa ob ein Steiger nötig ist
- Gewünschte Erstpflege und Versiegelung der Böden
- Zeitrahmen bis zur Übergabe – Arbeiten nachts, am Wochenende oder an Feiertagen kosten Zuschläge laut Kollektivvertrag
Eine Untergrenze ist auch hier klar: In der Sonderreinigung, zu der die Bauendreinigung zählt, schreibt der Kollektivvertrag mindestens € 13,30 brutto pro Stunde vor. Dazu kommen Abgaben, Material, Maschinen, Fahrt und Versicherung. Wie sich daraus ein seriöser Preis ergibt, erklären wir im Ratgeber Was kostet Büroreinigung?
Häufige Fragen
Was muss man bei der Bauendreinigung alles machen?
Folien, Abdeckungen und Etiketten entfernen; Feinstaub von Decken, Wänden, Leuchten, Türen, Schaltern und Heizkörpern; Zementschleier und Mörtelreste von Fliesen; Fenster innen und außen samt Rahmen und Falzen; Sanitär und Küche bezugsfertig; Böden gründlich reinigen und auf Wunsch versiegeln. Die vollständige Liste steht in der Checkliste oben.
Wie lange dauert eine Bauendreinigung?
Das hängt von Größe und Zahl der Räume, dem Verschmutzungsgrad, der Zahl der Fenster und der gewünschten Erstpflege ab. Eine Wohnung nach dem Umbau ist in deutlich kürzerer Zeit fertig als ein neues Bürogebäude. Nach einer Besichtigung nennen wir Ihnen die Dauer und den Fertigstellungstermin – und mit mehreren Mitarbeitern parallel geht es schneller, wenn der Termin drängt.
Was kostet eine Bauendreinigung pro Quadratmeter?
Einen festen Quadratmeterpreis gibt es nicht, weil der Aufwand je nach Objekt sehr unterschiedlich ist: Fliesenstaub und Zementschleier, viele Fenster oder eine Versiegelung der Böden kosten mehr Zeit als eine Wohnung, die nur ausgemalt wurde. Die Untergrenze ist der Lohn laut Kollektivvertrag für die Sonderreinigung, € 13,30 brutto pro Stunde, plus Abgaben, Material und Fahrt. Einen Preis für Ihr Objekt nennen wir nach einer Besichtigung.
Was ist der Unterschied zwischen besenrein und bezugsfertig?
Besenrein heißt: Grober Schmutz und Bauschutt sind entfernt, die Böden sind ausgekehrt. Das ist das Ergebnis der Grobreinigung. Bezugsfertig heißt: Feinstaub, Folien, Zementschleier und Kleberreste sind weg, Fenster, Sanitär, Küche und Böden sind sauber. Das ist das Ergebnis der Bauendreinigung – erst dann kann eingezogen werden.
Was ist Zementschleier, und wie geht er weg?
Zementschleier ist der graue, matte Film, den der Fugenmörtel beim Verfugen auf Fliesen hinterlässt. Er geht mit normalem Wischen nicht weg, sondern braucht einen speziellen Zementschleierentferner, der den Mörtelfilm löst. Vorsicht bei Naturstein wie Marmor: Dort darf kein säurehaltiges Mittel verwendet werden – dafür gibt es eigene Verfahren.
Wer haftet bei Kratzern?
Kratzer auf Böden, Glas und Oberflächen entstehen meist während des Baus und fallen erst auf, wenn der Staub weg ist. Deshalb lohnt es sich, den Zustand vor Beginn der Reinigung gemeinsam anzusehen und festzuhalten. Für Schäden, die bei der Reinigung selbst entstehen, haftet der Reinigungsbetrieb.
Wann sollte man die Bauendreinigung beauftragen?
Am besten schon bei der Bauplanung – dann steht die Reinigung im Bauzeitplan und der Übergabetermin ist gesichert. Spätestens aber, sobald der Termin für das letzte Gewerk feststeht. Je früher Sie uns ansprechen, desto sicherer können wir den Termin halten.
Gehört die Fassade zur Bauendreinigung?
Die Fassade ist ein eigener Posten, den wir auf Wunsch dazunehmen – bei Glas-, Stein- und Kunststofffassaden auch mit Steiger. Mehr dazu bei der Fassadenreinigung.
Machen Sie die Bauendreinigung auch für private Bauherren?
Ja. Neben Bauunternehmen, Bauträgern und Hausverwaltungen reinigen wir auch für private Bauherren – nach dem Neubau genauso wie nach dem Umbau.
Wie bekomme ich ein Angebot?
Rufen Sie uns an unter +43 5575 200 80 oder schicken Sie uns eine Anfrage. Wir sehen uns Ihre Räume vor Ort an, danach erhalten Sie ein unverbindliches Angebot.
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Je früher wir Bescheid wissen, desto sicherer steht Ihr Übergabetermin. Wir sehen uns das Objekt an und Sie erhalten ein unverbindliches Angebot.
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